Bildung eines Arbeitskreises!

Zur Gestaltung unserer neuen Homepage suchen wir noch interessierte Mitarbeiter.

Da ab dem 01.Juli 2018 die Landeskirche ein eigenes System anbietet zur Erstellung von Websiten, möchten wir unsere Homepage an dieses System anschliessen und in Folge dessen umgestalten.

Wenn ihr Zeit und Lust habt, dabei mitzuwirken, dann meldet Euch bitte bei Nadine Knipper unter 05476/801062  oder schreibt eine Mail an knipper.baumann@osnanet.de.
Es gibt die Möglichkeit an kostenfreien Schulungen teilzunehmen.


Auch Anregungen oder Kritik bezüglich des Inhaltes der HP werden gerne entgegengenommen!

 

Datenschutz in unserer Gemeinde

 

 

Auch für Kirchengemeinden gilt das neue Datenschutzgesetz. Die Situation ist dabei eine besondere, weil Kirchengemeinden die Daten ihrer Mitglieder nicht selber erfassen, sondern über das staatliche Meldewesen erhalten. Über jeden evangelisch-lutherischen Christen, der in unser Gemeindegebiet zieht oder sich daraus abmeldet, wird unser Gemeindebüro informiert.

 

 

In Zukunft kann jeder, der in der Kartei erfasst ist, der Verwendung seiner Daten zu anderen als amtlichen Zwecken widersprechen und wir sind verpflichtet, jeden auf dieses Einspruchsrecht hinzuweisen. Diesem Zweck dient dieser Artikel und in den kommenden Ausgaben des Gemeindebriefes wird ebenfalls darauf hingewiesen.

 

 

Amtliche Zwecke im Sinne des Gesetzes sind dabei sehr eng gefasst. Dazu gehören eigentlich nur die Versendung von Ortskirchensteuerbescheiden und - wie vor kurzem – von Wahlbenachrichtigungen.

 

 

Die Einladung von Kindern zur Tauferinnerung oder zum Kindergottesdienst oder von älteren Gemeindegliedern zum Seniorenadvent ist nicht mehr zulässig ohne einen vorher erfolgten Verweis auf das Widerspruchsrecht. Da jedes Gemeindeglied Zugang zum Gemeindebrief hat, reicht es nach derzeitiger Rechtslage allerdings aus, über dieses Medium darüber zu informieren.

 

 

Selbstverständlich gehen wir in jedem Fall sehr sorgsam mit uns anvertrauten Daten um und geben sie nicht weiter. Was die Veröffentlichung von Geburtstagen, Taufen, Trauungen und Beerdigungen im Gemeindebrief angeht, weisen wir schon seit Jahren auf die Möglichkeit hin, sich dagegen zu erklären.

 

 

Beste Grüße

 

Bodo Boehnke, P.

 

 

Predigt Konfirmation 2018

"Wenn Ihr Eure Augen nicht braucht um zu sehen,
dann werdet Ihr Sie brauchen um zu weinen." Jean Paul Sartre

 

Gott schenke uns ein Wort für unser Herz und ein Herz für sein Wort.
So ihr Lieben, ihr habts geschafft.
Ihr seid – leider – der Jahrgang,
mit dem ich am wenigsten zu tun hatte.
Als ihr in die 7. Klasse kamt, haben wir grade das Model umgestellt auf KU4+KU8. Insofern haben wir uns in der 7. Klasse nur 1x auf der Wochenendfreizeit getroffen und einen Samstag.
Aber – ihr ward und seid schon ein bemerkenswerter Jahrgang.
Mit eurer Lebendigkeit,
mit eurer Lust zu singen,
mit eurem Mut, auch im GD mitzuwirken,
mit eurer Offenheit.
In eurem Alter keine große Sache – bewahrt euch das bitte!!

 

Im VorstellungsGD habt ihr eure Sprüche mit Begründungen vorgestellt,
jetzt möchte ich euch noch mal meine Gedanken zu euren Sprüchen mitteilen.

 

Konfipsalm 2018

 

Taufsprüche sind Zusprüche:
ich hab dich lieb,
möge der liebende Gott auf dich aufpassen,
ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
Ihr ward Kinder,
euch wurde die Liebe Gottes zugesprochen,
egal, was ihr tut.
Euch wurde die Liebe Gottes zugesprochen,
weil die Liebe von Menschen nun mal begrenzt ist:
Manchmal sind Eltern wütend auf ihre Kinder,
manchmal ist einem Elternteil vielleicht sogar die Hand ausgerutscht,
die Eltern von Romy und Lara sind beide verstorben.

 

Dafür ist es wichtig die Liebe Gottes zugesprochen zu bekommen.
Je mehr ein Mensch wirklich daran glaubt,
geliebt zu werden,
liebenswert zu sein,
desto mehr kann ein Mensch andere Menschen lieben.
Wer sich selbst nicht liebt,
wer sich nicht geliebt fühlt,
der kann andere auch nicht wirklich lieben.

 

Sicher: ihr seid immer geliebte Kinder eurer Eltern,
aber dort, wo ihr es nicht mehr spüren oder hören könnt,
da kommt der Glaube ins Spiel:
Ihr seid und bleibt – was immer ihr auch tut oder lasst:
geliebte Kinder Gottes.

 

Eure Kindheit geht jetzt zu Ende.
Ihr werdet erwachsen,
seid Jugendliche,
nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen,
irgendwas dazwischen.

 

Und so habt ihr eure Konfirmationssprüche ausgewählt.
Es sind, ganz bewusst: Ansprüche,
da wird ein Anspruch AN EUCH herangetragen.

 

Ich gehe die Sprüche mal mit euch durch.

 

Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen,
so tut ihnen auch!

 

LG – bitte achten sie mal ganz genau drauf:
das heißt nicht: wie du mir, so ich dir!
Sondern: so wie du behandelt werden willst,
so behandle andere!
Und wenn euch jemand ins Gesicht schlägt,
dann sollt ihr nicht zurückschlagen,
sondern ihn so behandeln, wie ihr behandelt werden möchtet.
Niemand von euch wird gerne geschlagen,
also sollt ihr auch nicht zurückschlagen.
Die Straßenseite könnt ihr wechseln,
wenn ihr wisst, da will euch jemand was böses.
Nen großen Bogen um solche Menschen machen.
Ihr wisst doch inzwischen:
wenn jemand schlägt,
der weiß sich nicht anders zu helfen.
Der ist verzweifelt, mit seinem Latein am Ende,
weil er im Elternhaus nicht anders gelernt haben.
Der ist im Grunde genommen ein „armer Willi.“

 

Lasst euch von solchen Willis nicht verleiten.
„Lass dich nicht vom Bösen überwinden,
sondern überwinde das Böse mit Gutem.“
Verachtet diesen Menschen nicht mal,
macht euch klar:
auch der ist:
… ein geliebtes Kind Gottes.
Im Grunde genommen solltet ihr Mitleid mit solchen Menschen haben.

 

Denn Wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.
Wenn ihr mit den Menschen freundlich umgeht,
dann wird euch diese Freundlichkeit auch entgegengebracht.
Vielleicht nicht immer
und schon gar nicht sofort.
Aber letztlich werdet ihr ernten,
was ihr gesät habt.

 

Wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht. Rö. 10,10
von Herzen glauben – mit dem Herzen glauben…
und nicht nur mit dem Verstand.
Der Verstand sagt einem nur,
was die Augen sehen.
Das Wesentliche ist nicht mit den Augen,
sondern nur mit dem Herzen zu erkennen.
Die Augen sehen einen wildgewordenen Menschen.
Mit eurem Herz könnt ihr tiefer blicken,
und in JEDEM Rabauken dieses arme kleine Kind erkennen,
das zu wenig Nestwärme bekommen hat.
Wer mit dem Herzen sieht,
sieht den Menschen nicht nur vor den Kopf,
sondern durch die Augen,
direkt in das Herz.
Dann sieht man nicht nur,
was der Mensch macht,
sondern wie er von Gott gedacht ist.
Dann kann man sogar ruhig mal, wie Jesus,
die Augen vor der Wirklichkeit verschließen
und denken: „Gott vergib ihm,
der weiß im Grunde doch gar nicht, was er tut.“
Und wenn ihr noch nicht mit euren Herzen sehen könnt,
dann bittet Gott darum.
„Gott schenke mir neue Augen, Augen des Herzens,
damit ich nicht nur erkenne,
sondern auch verstehe“.

 

Bittet, so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden;
klopft an, so wird euch aufgetan. Matthäus 7,7
Bittet, sucht, klopft an -
gebt nicht auf, bleibt dran, probiert es immer wieder.
Durch das Internet haben viele vielleicht dein Eindruck,
man kann alles auf Knopfdruck bestellen und bekommen
und zwar sofort – mit max 24 Stunden Lieferfrist.
Das richtig wahre Leben geht anders!
Da ist mehr als ein Knopfdruck gefragt!
Da seid IHR gefragt.
Euer ganzer Einsatz ist gefragt!
Strengt euch an!
Bleibt freundlich dabei,
keine Stalker werden!

 

Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht.
macht den Mund auf,
niemand kann wissen, was ihr denkt oder fühlt,
wenn ihr nicht dem Mund aufmacht!

 

Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge,
sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
Nehmt den Mund nicht zu voll!
Man erlebt es oft,
auch bei älteren Menschen:
Das Herz ist voll,
der Mund quillt über.
Man macht Versprechungen:
„Du kannst immer auf mich zählen,
wir treffen uns jetzt aber regelmäßig 1x im Monat“.
Und wenn es dann soweit ist,
dann hat der eine diese
der andere jenes.
Keine Zeit, anderes ist grade wichtiger.
Das ist menschlich!
Rechnet damit
auch und gerade mit eurer eigenen Menschlichkeit,
mit euren eigenen Schwächen.
Kinder versprechen gerne mehr,
als sie dann letztlich halten können.
Erwachsene sollten gelernt haben,
nicht mehr zu versprechen,
als sie halten können.

 

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte
und ein Licht auf meinem Wege.
Die Bibel, das Wort Gottes,
ist wie ein Tagebuch der Menschen unseres Kulturkreises.
Da stehen die Erfahrungen UNSERER Vorfahren drin.
Die Moslems, die Hindus, die Buddhisten
haben andere Tagebücher!
Aber Tagebücher kann man nicht beliebig austauschen!
Ihr müsst mit unserem Glauben,
mit unserer Geschichte,
mit unserem Leben klar kommen,
wenn ihr glücklich werden wollt.
Darum haltet euch an die Bibel,
wenn ihr mal unsicher seid oder nicht mehr weiter wisst.
Auf diese Erfahrungen könnt ihr zurückgreifen.
Und erzählt mir nicht,
ihr hättet keine Bibel!
Google ist euer ständiger Begleiter
und Google kennt jeden Buchstaben aus der Bibel.

 

Lasst euch nicht zu sehr von den irdischen Dingen einnehmen.
von dem was andere machen,
von den Versprechungen der Werbung im Fernsehen.
Neue Klamotten, neues Handy, neues Auto, Haus, mehr Geld,
mehr Macht,
ich verspreche euch:
all das wird euch nicht glücklich machen!
Im Gegenteil!
Trachtet statt dessen nach dem was droben ist,
und nicht nach dem das auf Erden ist.

Augenscheinlich scheint das Geld die Welt zu regieren,
aber das ist nicht so.
Das letzte Hemd hat keine Taschen.
und ich habe bislang in keiner Todesanzeige gelesen:
Er hatte zig Häuser,
mehrere Autos,
Tolle Frauen
oder 2 Doktortitel.
Wenn es gut läuft in eurem Leben,
dann steht in eurer Todesanzeige:
„Wir haben einen liebenden Menschen verloren.“

 

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,
beharrlich im Gebet
.
"Die Christen müssten mir erlöster aussehen.
Bessere Lieder müssten sie mir singen,
wenn ich an ihren Erlöser glauben sollte."
So hat der Philosoph Friedrich Nietzsche über die Christen geurteilt. Dabei war er sogar ein Pastorensohn wuchs in einem Pfarrhaus auf.
Aus nächster Nähe hat er christlichen Glauben und christliches Leben in seiner Jugend miterlebt.
Überzeugt hat ihn das alles nicht.
Im Gegenteil:
Er wurde einer der leidenschaftlichsten Bekämpfer des Christentums.
Wenn wir irgendjemanden hinter dem Ofen
in unsere Kirche locken wollen,
dann müssen wir unsere ernsten Trauerminen ablegen
und mehr Fröhlichkeit, Geduld und Beharrlichkeit an den Tag legen.

 

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost,
ich habe die Welt überwunden.

Jesus hat es uns vorgemacht:
Die Angst muss nicht das letzte Wort behalten.
Es ist möglich, sich nicht einschüchtern zu lassen
von den Realitäten dieser Welt.

 

Er hat der Angst etwas entgegengesetzt,
uns ein neues Gebot gegeben.
Dass wir uns untereinander so lieben,
wie er uns geliebt hat.
Wenn jemand an diesen Jesus glaubt,
dann kann man das spüren,
in seinem Denken und Handeln.
Dann faltet man nicht nur in der Kirche die Hände,
dann liebt man nicht nur mit Gedanken und Worten,
sondern auch mit Taten.

 

Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur,
das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Wer daran glaubt,
dass Jesus der Sohn Gottes ist,
der Weg, die Wahrheit und das Leben ist,
der verändert sich.
Der lässt sich von nichts und niemandem aus der Bahn werfen,
der glaubt an die Liebe,
durch alle Widrigkeiten des Lebens hindurch,
bis zum letzten Atemzug.

 

Der weiß bis in die tiefsten Winkel seines Herzens:
Gott ist die Liebe
und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.

der wird frei sein im Leben,
frei sein von Sachzwängen,
Leichtigkeit erlangen und
mit seinem Gott, mit seinem Glauben, über Mauern springen können.
Der wird den Herrn, das Leben, die Liebe mit seiner ganzen Seele loben können und niemals vergessen, wie wertvoll das Leben ist und was Gott ihm Gutes getan hat
sein Lebensziel erreichen,
am Ende mit einer tiefen Verbeugung sagen können:
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin.

 

Amen.

 

Bleibt in Gottes Wort,
glaubt an die Liebe,
Folgt dem Weg Christi
dann werdet ihr erkennen,

 

- dass die Erde randvoll mit Himmel ist,
- dass in jedem gewöhnlichen Dornbusch Gott brennt.
- dass unser Leben immer wieder wunderbar neu werden kann

 

Und nun ihr lieben Engel…
breitet mal schön eure Flügel aus und fliegt.

 

Gesungen:
Und der Friede Gottes,
der höher ist als alle Vernunft,
der halte uns'ren Verstand wach und uns're Hoffnung groß
und stärke uns're Liebe.

 

Alle: und der Friede Gottes…

 

 

 

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